17.11.2001

Orientierungsloser Taxifahrer

Da├č es sich bei dem Unfallfahrer um einen Mietwagen- und nicht um einen Taxifahrer handelte, ist der orientierungslosen Presse wurscht. Schlie├člich bemerkt diesen feinen Unterschied in der ├ľffentlichkeit ohnehin kaum jemand. Sehr ├Âffentlichkeitswirksam ist hingegen die Pressenachricht von einem orientierungslosen Taxifahrer, weil jeder Leser wohl schon als Fahrgast entsprechende Erfahrungen machen mu├čte und wir in der Fahrerschaft wissen, wie chaotisch es oft genug zugeht, wie oft die Orientierung verlorengeht. Doch damit noch nicht genug, da├č der Fahrer die Orientierung ├╝ber den Verlauf der Stra├če verlor: Welcher Trottel (man mu├č es so deutlich sagen) hat der Presse oder der Polizei denn zus├Ątzlich noch erz├Ąhlt, da├č der Fahrer Weisung hatte, zur Dede- und nicht zur Wehdestra├če zu fahren? Das setzt der Orientierungslosigkeit denn doch die Krone auf und bringt das ganze Gewerbe vollends in Verruf. Hoffen wir mal, da├č nicht alle unsere Fahrg├Ąste die NWZ lesen und nicht folgerichtig auch im Winter lieber aufs Rad steigen, als in unbekannten Stadtteilen in irgendwelchen Vorg├Ąrten zu landen. Aber etwas Gutes hat die Pressemeldung ja doch: Wenn die ├ľffentlichkeit von den chaotischen Zust├Ąnden in unserer Branche erf├Ąhrt, entsteht vielleicht endlich gr├Â├čerer Druck f├╝r Taxi- und Mietwagenunternehmer, sich ihre Arbeitnehmer etwas sorgf├Ąltiger auszusuchen bzw. zu schulen anstatt nur kurzsichtig aufs schnelle Geld zu schielen. - Doch halt - Es ist ja schon etwas passiert: Einen Tag vor der Unfallmeldung hat ein Unternehmen in selbiger Zeitung ein Stellenangebot untergebracht, in dem es w├Ârtlich hei├čt: ÔÇťHaben Sie Spa├č am Umgang mit wechselnden Menschen?ÔÇŁ Hier wird jedenfalls schon im Vorfeld gewarnt, was Bewerber erwartet: Auch wenn jemand freundlich l├Ąchelnd in unser Auto steigt, sollten wir st├Ąndig auf einen Wechsel gefa├čt sein. Im n├Ąchsten Moment will er vielleicht unser Geld oder unser Leben. Weiter so!
(am)

NWZ

Die NWZ bringt es mal wieder auf den Punkt.
Fast jedenfalls, denn es war keinTaxi sondern ein Mietwagen.

Maastrichter Stra├â┼Şe

Dutzende von Pfeilen reichten offensichtlich nicht,
um den Weg zu weisen.

Bordstein

Dann gings ab ├╝ber die Abschu├črampe

Landebahn

hinunter ins Gr├╝ne.
Fahrer und Mietwagen bekam das nicht so gut.
Wir w├╝nschen eine baldige Genesung!

 

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