29.12.2000

Der Herr der Taxen

Irgendwie l├Ą├čt uns die NWZ nicht los. Am 28.12.00 gings dem Organisator des Theatertaxidienstes vor Ort an den Kragen. Und ausgerechnet der sonst so besonnene Theobald spielte den W├╝rger. Vielleicht, weil er (sie) selbst betroffen war.

Kurz die Story: Weihnachten, Premiere, Vorstellungsende, Schnee drau├čen, tausend Leute st├╝rzen aus dem Haus. Mehr als ein Dutzend Sammel- und Solotaxen - allesamt vorbestellt - warten auf Fahrg├Ąste. So weit so gut.
Mitten im Pulk dabei: Herr (Frau?) Theobald mit Anhang. Hatte leider nicht daran gedacht, vorher ein Taxi zu bestellen, und war nun offenbar wenig erbaut dar├╝ber, da├č die vorbestellten Taxen ihn  nicht bef├Ârdern konnten. Und das ausgerechnet am Fest der Liebe. Darauf folgte dann ein Wortwechsel mit dem "Herrn der Taxen" (toller Ausdruck - mu├č man sich merken), der ziemlich laut wurde, als  dieser verlangte, da├č auch ein weiteres neu hinzugekommenes Taxi die Erbosten nicht mitnehmen sollte und stattdessen Kundschaft, die sich vorher angemeldet hatte. Die Feinheiten des Gesch├Ąfts entgingen dem Schreiber der NWZ offenbar, daf├╝r entfuhren ihm bzw. seinem Anhang nach Aussage von Zeugen allerhand Grobheiten, die im angesprochenen Artikel wohl keinen Platz mehr fanden. Schade eigentlich. Zum vielbeschworenen Fest der Liebe Wohlverhalten von anderen zu verlangen, das ist einfach - sich selber hinten anstellen ist dabei wohl zuviel verlangt.

Im ├╝brigen: Es ist durchaus in Ordnung, wenn von der wichtigsten Zeitung Oldenburgs tats├Ąchliche Mi├čst├Ąnde lautstark bem├Ąngelt werden. Das hilft uns allen und den Verantwortlichen dann vielleicht auf die Spr├╝nge.
Aber wenn

  • ein b├Âser Taxifahrer ein Kind aus dem Auto geworfen haben soll (was so nicht stimmte - der Redakteur der NWZ hatte nach meinen Informationen nur keine Zeit oder Lust, sich alle Betroffenen anzuh├Âren)
  • oder der Herr der Taxen heruntergemacht werden soll, obwohl der nur seinen Job tut,

dann ist man gut beraten, sich vor der Ver├Âffentlichung zu erkundigen, um was es ├╝berhaupt geht.
(jr)
 

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