01.02.2002

Zollfahndung kontrollierte Oldenburger Taxifahrer

Donnerstag Vormittag war es soweit: Zwei Mitarbeiter der Zollfahndung  kontrollierten an den Taxiständen am Hauptbahnhof, am ZOB und am Pferdemarkt Oldenburger Taxifahrer.
Diese mußten zuerst ihre Personal- und Sozialversicherungsausweise vorzeigen. Dann wurden ihnen Fragen zur Art ihres Beschäftigungsverhältnisses und ihrer wöchentlichen Arbeitszeit gestellt. Die beiden Beamten, die in einem Zivilfahrzeug mit Cloppenburger Kennzeichen vorfuhren, fragten auch nach dem Verdienst der jeweiligen Kollegen. Sie wollten in mindestens einem Fall sogar ganz genau wissen, wie hoch der Provisionsanteil am Schichtumsatz sei.
Wurden Oldenburger Taxifahrer bei Kontrollen während der Arbeitszeit bisher vornehmlich mit Mitarbeitern des Arbeitsamts und des Ordnungsamts konfrontiert, so sind die gestrigen  Überprüfungen doch unter einem etwas anderem Licht genauer zu betrachten: Sie stehen möglicherweise im Zusammenhang mit der mittlerweile leider fast schon legendären Taxirazzia von Osnabrück im Mai 2000.  Durch diese großangelegte und schlagzeilenträchtige Kontrolle geriet das Taxigewerbe bundesweit in den Blickpunkt der Öffentlichkeit und gilt seitdem als ein Hort der Schwarzarbeit. Auch in Weser-Ems folgten  hiernach weitere Kontrollen: So wurden im Landkreis Cloppenburg im Dezember letzten Jahres mehrere Taxi- und Mietwagenbetriebe  überprüft. Bei den betroffenen Unternehmen in Friesoythe, Barßel und Bösel wurden Computer und Aktenmaterial beschlagnahmt.

Osnabrück! Landkreis Cloppenburg! Oldenburg? Der Weg der Zollfahndung führt  eindeutig gen Norden!
(gl)
 

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