23.03.2007

"Keine Schnellschüsse!"

Umfangreiche Zollkontrollen in Oldenburg Anfang März werden noch ausgewertet

Die Anfang März bundesweit durchgeführten Kontrollen im Taxigewerbe der Zollabteilung "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" (FKS) haben auch in der Huntestadt für Aufsehen gesorgt.

So überprüften die Mitarbeiter der Oldenburger FKS sowohl die angestellten Fahrer an den Taxiständen als auch die Unterlagen von sechs Taxiunternehmen in Bezug auf Unregelmäßigkeiten in den gemachten Angaben und Hinweise auf Schwarzarbeit und Leistungsmissbrauch.

Zollkontrolle"Wir sind noch in der Auswertungsphase", so ein Sprecher der FKS im Rahmen einer Pressekonferenz des Oldenburger Hauptzollamts. "Es ist uns wichtig, keine Schnellschüsse zu produzieren, damit niemand vorschnell kriminalisiert wird", hieß es weiter.

Das stehe nicht im Gegensatz zu den Pressemeldungen des Hauptzollamts in Köln, das im Laufe der letzten Woche bereits eine Gesamtbilanz der bundesweiten Kontrollen veröffentlicht hatte. Die Oldenburger FKS habe bisher lediglich ihre Verdachtsfälle gemeldet, da noch nicht alle Zahlen ausgewertet seien.

Man könne aber weiterhin davon ausgehen, dass auch im Bereich der Oldenburger FKS (Bezirk zwischen Weser und Ems und dem südlichen Oldenburger Land) fast jeder dritte Taxifahrer auffällig sei. "Diese Zahlen sind belastbar und dürften letztendlich sogar höher liegen!", so der FKS-Sprecher weiter

Sicherlich gibt es auch Fahrer, die notgedrungen Sozialleistungen beziehen, obwohl sie vollkommen legal arbeiteten. Doch bei vielen anderen sei eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem, was "papiermäßig" angegeben und dem, was tatsächlich geleistet wird, auffällig.

Verbessert habe sich allerdings ganz eindeutig das "Klima" zwischen den Mitarbeitern der FKS und den Oldenburger Taxifahrern. "Viele Fahrer haben mittlerweile Verständnis für unsere Arbeit und begrüßen sogar die Kontrollen gegen die Schwarzarbeit!"

gl

Frühere Meldung:
06.03.2007 - Großkontrollen im ganzen Land
 

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