09.07.2007

Runter vom Hof

Oldenburger Taxi- und Funkmietwagenunternehmen im Schatten der Bombe

Um 16.14 Uhr ging sie gestern hoch - die Bombe im Bereich des Baugeländes an der Maastrichter Straße.

Parkplatz Taxi Müller vor der Evakuierung

Bombenwetter und viel Platz - Taxi Müller kurz vor der Evakuierung

Doch bereits am Freitag Abend wussten Oldenburgs Taxi- und Mietwagenfahrer Bescheid, dass die sonst so gemütliche Sonntagnachmittagssschicht ein wenig aufregender werden würde als üblich.

Neben der Tatsache, dass diverse Taxistände ab ca. 13.15 Uhr nicht mehr angefahren werden konnten, traf es die Firmen Taxi Müller und Funkmietwagen Hatscher ganz besonders unangenehm: Die Betriebssitze lagen in der Sperrzone und mussten evakuiert werden.

"Um 13.30 Uhr hat bei uns der Letzte das Gebäude verlassen", so der gestern diensthabende Disponent bei Taxi Müller. Zuvor habe man eine Rufumleitung auf ein Autotelefon geschaltet. Ab 16.30 Uhr ging es dann an der Güterstraße normal weiter: "Es ist alles glatt verlaufen!"

Auch bei den 81111ern im denkmalgeschützten Betriebssitz in der Bahnhofstraße verlief soweit alles reibungslos. Die Telefonleitungen waren rechtzeitig umprogrammiert worden und alle Aufträge konnten angenommen und erledigt werden. Die Zentrale fand aus einem Auto heraus statt, das auf dem Gelände eines großen Verbrauchermarkts im Stadtnorden positioniert war.

An einem Tag, an dem Notstandsverordnungen gelten, sollte ein kleiner Verstoß gegen das Personenbeförderungsgesetz selbstverständlich egal sein. Doch selbst daran hatten die Rotweißen gedacht: Über die kurzfristige "Verlegung" des Betriebssitzes wurde das Ordnungsamt am heutigen Montag noch informiert.

gl

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