16.10.2006 Oldenburg

Ein kleiner Schritt

Mehr Ein- und Aussteigezonen f├╝r Mietwagen in Sicht

In der heutigen Verkehrsausschu├čsitzung stand erneut das Thema ÔÇťFunkmietwagen auf dem Oldenburger Bahnhofsvorplatz (S├╝d) / in der Fug├ĄngerzoneÔÇŁ auf dem Plan.

Bei der letzten Sitzung im Juli hatte der Ausschu├č trotz deren Bedenken die Verwaltung beauftragt, f├╝r den Innenstadtbereich die M├Âglichkeiten zur Schaffung von Haltepl├Ątzen zum Ein- und Aussteigen von Fahrg├Ąsten der Mietwagen zu pr├╝fen.

Das Ergebnis legte die Verwaltung jetzt dem Ausschu├č vor.

  1. ZOB
    Die vor einiger Zeit vom Taxistand abgetrennte Ein- und Aussteigezone hat sich nach Angaben der Verwaltung bew├Ąhrt.
  2. Bahnhof-S├╝d
    Das Ein- und Aussteigen im Bereich des Taxistands gilt als nicht machbar. R├Ąumliche Enge sowie das Personenbef├Ârderungsrecht spr├Ąchen dagegen. Jetzt sollen auf Kosten von 4 Parkpl├Ątzen zwischen Bahnhof und Neuer Hauptpost drei Ein- und Aussteigepl├Ątze geschaffen werden.
  3. EWE-Arena
    Parallel zur Stra├čburger Stra├če soll auf dem Vorplatz eine separate Spur f├╝r das Ein- und Ausladen von Besuchern geschaffen werden.
  4. Kramermarkt
    Der Parkstreifen an der Donnerschweer Stra├če war schon dieses Jahr das erste Mal als allgemeiner Ein- und Aussteigestreifen f├╝r den Individualverkehr freigegeben.
  5. Fu├čg├Ąngerzone
    Nach Ansicht der Verwaltung gibt es bereits jetzt zahlreiche Bring- und Abholm├Âglichkeiten f├╝r die Mietwagen (und den gleichgestellten Individualverkehr). Daneben soll k├╝nftig die Busspur an der Staulinie in bestimmten Zeiten f├╝r das allgemeine Ein-und Aussteigen freigegeben werden. W├Ąhrend die vorstehenden Haltem├Âglichkeiten auch dem Individualverkehr zur Verf├╝gung stehen, soll im FGZ-Teil der Heiligengeiststra├če eine Ausnahmegenehmigung den Mietwagen w├Ąhrend der ├╝blichen Freigabezeiten das Halten zum Ein- und Austeigen erm├Âglichen.

Weitergehenden Forderungen, die Fu├čg├Ąngerzone besser zu erschlie├čen, erteilte die Verwaltung eine Absage und f├╝hrt dazu aus:

    Die getroffene stra├čenverkehrsrechtliche Beschr├Ąnkung auf den Taxenverkehr in der Fu├čg├Ąngerzone - welche sich im Einklang mit den allgemein in den bundesdeutschen St├Ądten getroffenen Regelungen befindet - begegnet dem wiederholt zu beobachtenden ordnungswidrigen Warten von Mietwagen auf nicht bestellte Fahrg├Ąste in den Abend- und Nachtstunden und dient letzlich auch dem ziel einer Entlastung des Innenstadtbereichs vom Individualverkehr und dem Schutz der Aufenthaltsqualit├Ąt f├╝r die Stadtbesucher.

Die angek├╝ndigten Regelungen sollen sofort umgesetzt werden und sind zun├Ąchst probeweise auf 6 Monate befristet.

Die Mitglieder des Ausschusses zeigten sich mit der Vorlage der Verwaltung grunds├Ątzlich zufrieden. Die Ma├čnahme wurden als erste kleine Schritte in die richtige Richtung begr├╝├čt. F├╝r die Gastronomie in der Innenstadt h├Ątte sich der eine oder andere Ratsherr allerdings noch weitergehende Regelungen gew├╝nscht.
(jr)

Kommentar:

Genau hinschauen

Manche werden jetzt sagen: Ein Mietwagenstand beim Ullmann-Eck. Ganz legal. Fast jedenfalls. Oder doch nicht?

Wer als Taxifahrer bei jedem Anblick eines (an)haltenden Mietwagens gleich in Hysterie ausbricht und das ├╝ber den Betriebsfunk kund tut, k├Ânnte k├╝nftig tats├Ąchlich mehr Anla├č daf├╝r haben.

Denn auf Druck des Verkehrsausschusses ist die Verwaltung den Mietwagenunternehmen entgegengekommen und bietet ihnen jetzt weitere M├Âglichkeiten an, legal Kunden aus- und einzuladen. Das gro├če Ziel, auch das Befahren der FGZ zumindest in Teilen zu legalisieren, wurde allerdings nicht erreicht.

Die Mietwagenunternehmen haben es jetzt in der Hand, ob aus dem ersten kleinen Ausnahmeschritt irgendwann mehr wird. In der Probezeit sollten nicht nur sie zuschauen, da├č nicht schwarze Schafe in den eigenen Reihen den Taxifahrern das Klagen leicht machen. Gefordert ist auch die Stadtverwaltung. Denn Ausnahmen werden nur durch Kontrollen nicht zu der Regel, die sie ja ablehnt.

Und wenn die Kontrolleure dann schon mal beim Hinschauen sind, dann sollten sie auch nicht wegschauen, wenn dort vorgefundene Mietwagen hellelfenbein gef├Ąrbt sind und ein Schild auf dem Dach tragen. Damit w├╝rden sie die Ernsthaftigkeit ihrer Ausf├╝hrungen zum Befahren der FGZ untermauern. Das diente dann nicht nur der Aufenthaltsqualit├Ąt der Innenstadtbesucher sondern auch der der Taxifahrer, die ganz legal auf dem Taxistand auf Kunden warten.
(jr)

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11.07.2006 - ÔÇťDas mu├č irgendwie geregelt werden!ÔÇŁ
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