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02.05.2004

Taxis und Mietautos im Visier der Behörden

Nach Attacke gegen Beamten rabiaten Taxler fest genommen

Taxikontrollen gibt es nicht nur in Oldenburg, OsnabrĂŒck, Hamburg und Villingen-Schwenningen: Auch in der österreichischen Hauptstadt Wien fallen zahlreichen Taxilenker negativ auf. Dazu eine aktuelle Mitteilung des Presse- und Informationsdienstes der Stadt Wien:

In der Nacht von Freitag auf Samstag und vergangenen Mittwochabend haben Wiener Magistrat, Finanzbehörde und Polizei annĂ€hernd 400 Taxifahrer speziell auf den Wiener Einfahrtsstraßen kontrolliert. Jedes vierte Taxi wurde  beanstandet. In den meisten FĂ€llen waren die Taxichauffeure nicht angemeldet, ĂŒbermĂŒdet oder das Fahrzeug war in einem technisch sehr schlechten Zustand. Am Westbahnhof kam es zu einem gefĂ€hrlichen Zwischenfall: Ein angehaltener Taxilenker war plötzlich auf einen Beamten losgefahren. Dabei wurde dieser leicht verletzte. Der ÜbeltĂ€ter wurde wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt vorĂŒbergehend fest genommen.

An beiden Tagen wurde an insgesamt zehn Örtlichkeiten kontrolliert, u. a. am Westbahnhof, am SĂŒdbahnhof, am Handelskai, auf der SchĂŒttelstraße, auf der Simmeringer Hauptstraße und am Wallensteinplatz.

Einsatzleiter Graf will HintermÀnner finden

Der Einsatzleiter der beiden nĂ€chtlichen Kontrollen, Oberamtsrat Ernst Graf von der Magistratsdirektion, macht sich auf der Suche  nach den HintermĂ€nnern: "In den meisten FĂ€llen wussten die beanstandeten Taxler gar nicht, dass sie nicht angemeldet wurden, vor allem Chauffeure von Mietwagenunternehmungen verdienen nur vier Euro pro  Stunde !" Diese geringfĂŒgig BeschĂ€ftigten wollen wir schĂŒtzen !", versprach er. Die Besitzer der Mietwagenunternehmen und
Taxiunternehmer mĂŒssten bei unkorrekter GeschĂ€ftsfĂŒhrung mit empfindlichen Strafen von bis zu 10 000 Euro rechnen. Laut Graf sei die Wiener Wirtschaftskammer umfassend ĂŒber die Taxikontrollen informiert. Die Kammer und auch die Taxiinnung stĂŒnden hinter den Aktionen, betonte er.

Polnisches Kennzeichen im Kofferraum eines Taxis gefunden

Ein angehaltener Taxilenker gab an, eine im Kofferraum entdeckte polnische Nummertafel auf der Straße aufgelesen und dies in den nĂ€chsten Tagen ohnehin der Polizei bekannt gegeben haben zu wollen. In Summe gab es 70 Anzeigen hauptsĂ€chlich wegen Schwarzarbeit und wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz. Beamten der Gebietskrankenkasse, des Hauptzollamtes Wien und der Polizei kontrollierten unter Aufsicht des BĂŒros fĂŒr Sofortmaßnahmen
an beiden Abenden bis Mitternacht.

Vergehen im Taxigewerbe ist kein Kavaliersdelikt !

Der Chef des BĂŒros und Leiter der Aktion, Ernst Graf, kĂŒndigte gegenĂŒber der Rathauskorrespondenz die Fortsetzung der Kontrollen an. Er versicherte ferner, sollte sich nach der Analyse der Anzeigen herausstellen, dass  sich einige Unternehmer grobe MissstĂ€nde zuschulden kommen haben lassen, Höchststrafen  verhĂ€ngen zu lassen und sogar Konzessionen entziehen zu lassen. Immerhin gehe es dabei um die persönliche Sicherheit der FahrgĂ€ste und der Straßenverkehrsteilnehmer, wenn Taxifahrer zum Beispiel die vorgeschriebenen Ruhezeiten  nicht eingehielten und eine unzureichende Lenkerausbildung hĂ€tten, ergĂ€nzte der Einsatzleiter. Es handle sich hier keinesfalls um Kavaliersdelikte, schloss Graf.

 

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