Infos zu Taxen und Tarifen in Hamburg

Taxitarif und Taxiordnung Stadt Hamburg

(seit 01.10.2014 gültige Fassung - Taxitarifrechner)

§ 1 Geltungsbereich

Diese Verordnung gilt für den Verkehr mit Taxen von Unternehmerinnen und Unternehmern, die ihren Betriebssitz in der Freien und Hansestadt Hamburg haben.

§ 2 Beförderungsentgelte

(1) Das Beförderungsentgelt setzt sich bei einer Beförderung, deren Ausgangs - und Zielpunkt in dem Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg liegen, unabhängig von der Anzahl der jeweils zu befördernden Personen aus dem Grundpreis, dem Preis je Kilometer durchfahrener Wegstrecke (Kilometerpreis), dem Wartegeld und gegebenenfalls dem Großraumtaxen-Zuschlag zusammen. Die Umsatzsteuer ist darin enthalten. Das Beförderungsentgelt ist auf dem Fahrpreisanzeiger anzuzeigen.

(2) Der Grundpreis für jede Fahrt beträgt 3,20 Euro

(3) Der Kilometerpreis beträgt:

  • bis einschließlich des vierten Kilometers 2,35 Euro
  • vom fünften bis einschließlich des neunten Kilometers 2,10 Euro
  • ab dem zehnten Kilometer 1,45 Euro

(4) Das Wartegeld wird für jede - auch verkehrsbedingte - Stillstandzeit erhoben, die während der Inanspruchnahme der Taxe entsteht, jedoch nur , wenn die einzelne Stillstandzeit länger als 60 Sekunden dauert, und nur für den Teil dieser Stillstandzeit, der über 60 Sekunden hinausgeht.

Das Wartegeld beträgt je Stunde 30,00 Euro.

(5) Der Kilometerpreis und das Wartegeld werden nach Schalteinheiten von 0,10 Euro berechnet.

Dies ergibt je Schalteinheit:

  1. bis einschließlich des vierten Kilometers eine Teilstrecke von 42,6 Meter
  2. vom fünften bis einschließlich des neunten Kilometers eine Teilstrecke von 47,6 Meter
  3. ab dem zehnten Kilometer eine Teilstecke von 69,0 Meter
  4. für das Wartegeld eine Wartezeit von 12 Sekunden.

(6) Bei Benutzung einer Taxe, die über mehr als vier Sitzplätze für Fahrgäste verfügt (Großraumtaxe), ist ein Zuschlag in Höhe von 6,00 Euro zu entrichten, wenn mehr als vier Fahrgäste gleichzeitig befördert werden. Er darf nur dann gefordert werden, wenn ein von der für die Genehmigung zuständigen Behörde erteilter Hinweis auf diese Vorschrift gut sichtbar in der Großraumtaxe angebracht ist.

(7) Der Fahrpreisanzeiger ist nach Abfahrt der Taxe, im Falle einer Bestellfahrt nach Eintreffen am Bestellort, jedoch nicht vor dem vereinbarten Zeitpunkt, einzuschalten. Wird die bestellte Taxe nicht in Anspruch genommen, so ist von der Bestellerin oder dem Besteller der Betrag zu entrichten, der zum Zeitpunkt der Stornierung des Auftrages vom Fahrpreisanzeiger angezeigt wird (Grundpreis und gegebenenfalls entstandenes Wartegeld). Nach Erreichen des Fahrziels ist der Fahrpreisanzeiger auf ”Kasse” zu schalten.

(8) Wird eine Fahrt vor Erreichen des Fahrtziels unterbrochen und ist die Weiterfahrt unmöglich, ist der Fahrpreisanzeiger auf ”Kasse” zu stellen und der angezeigte Fahrpreis abzüglich des Grundpreises zu erheben.

(9) Mitgeführte Hunde und Kleintiere sowie mitgeführtes Gepäck sind unentgeltlich zu befördern.

(10) Von den festgesetzten Beförderungsentgelten abweichende Sondervereinbarungen können mit Genehmigung der zuständigen Behörde getroffen werden. Dem Genehmigungsantrag sind insbesondere beizufügen:

  1. die schriftliche Vereinbarung über die Beförderungsentgelte und -bedingungen, in der auch ein bestimmter Zeitraum, eine Mindestfahrtenzahl oder ein Mindestumsatz im Monat festgelegt sein muß, und
  2. Unterlagen und Berechnungen (Ertragsvorschau), aus denen hervorgeht, dass die Sondervereinbarung für die Antragstellerin oder den Antragsteller wirtschaftlich angemessen und prägend ist. Wird der Antrag für mehrere Unternehmen gestellt, gilt Satz 2 mit der Maßgabe, dass die Mindestfahrtenzahl oder der Mindestumsatz für die Gesamtheit der beteiligten Unternehmen festgelegt wird und die Ertragsvorschau die Gewinnung zusätzlicher oder die Sicherung vorhandener Fahrtaufträge im Taxenverkehr erwarten lässt. Die einzelnen aufgrund der genehmigten Sondervereinbarung ausgeführten Beförderungsaufträge und die dabei erzielten Umsätze und Aufzeichnungen sind von der Antragstellerin oder den Antragsteller beziehungsweise einer beauftragten Stelle gesondert, nachprüfbar und buchmäßig zu erfassen, entsprechend den Regelungen des Handelsgesetzbuchs aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde zur Prüfung vorzulegen.

(11) Die zuständige Behörde wird ermächtigt, auf Antrag zur Erprobung neuer Tarifformen für einen Zeitraum von nicht mehr als 24 Monaten durch Rechtsverordnung Beförderungsentgelte und Berechnungsweisen festzusetzen, die von den Vorschriften der Absätze 1 bis 5 abweichen, und im Amtlichen Anzeiger bekannt zu machen.

(12) Ein von der zuständigen Behörde erteilter Hinweis zu den Beförderungsentgelten und Sonderkosten ist gut sichtbar in der Taxe anzubringen. Der Hinweis enthält:

  • die Regelungen zum Grundpreis in Absatz 2 und zu den Kilometerpreisen in Absatz 3,
  • Angaben zur Höhe des Wartegeldes und den zeitlichen Voraussetzungen für seine Erhebung nach Absatz 4,
  • Angaben zur Höhe des Zuschlages für die Großraumtaxe und zu den Voraussetzungen für seine Erhebung nach Absatz 6 Satz 1,
  • Angaben über Probetarife nach Absatz 11,
  • Angaben über Sonderkosten nach § 3 Absatz 1.

§ 3 Sonderkosten

(1) Bei Fahrten durch den St. Pauli-Elbtunnel sind die Tunnelgebühren vom Fahrgast zu erstatten. Das Gleiche gilt für die bei Anfahrten und Rückfahrten durch diesen Elbtunnel entstehenden Tunnelgebühren.

(2) Beschmutzt ein Fahrgast die Taxe übermäßig, so hat er die Kosten der Reinigung zu tragen.

§ 4 Zahlungsweise

(1) Das Beförderungsentgelt ist nach Beendigung der Fahrt zu entrichten. Die Taxenfahrerin oder der Taxenfahrer kann jedoch bei konkretem Verdacht der Zahlungsunfähigkeit des Fahrgastes schon vor Antritt der Fahrt als Vorauszahlung die Entrichtung eines dem voraussichtlichen Beförderungsentgelt entsprechenden Betrages verlangen.

(2) Die Taxenfahrerin oder der Taxenfahrer soll in der Lage sein, jederzeit 50 Euro
zu wechseln.

§ 5 Quittungen

(1) Die Taxenfahrerin oder der Taxenfahrer erteilt dem Fahrgast auf Verlangen eine Quittung. Sie oder er hat eine ausreichende Anzahl von Quittungsvordrucken mitzuführen.

(2) Es dürfen nur Quittungsvordrucke mitgeführt und verwendet werden, die mit der eingestanzten oder aufgedruckten Ordnungsnummer der benutzten Taxe versehen sind und die die Anschrift, die Telefax-Nummer und die Adresse für elektronische Nachrichten (E-Mail-Adresse) der für die Aufsicht über den Verkehr mit Taxen zuständigen Stelle der personenbeförderungsrechtlichen Genehmigungsbehörde enthalten. Zulässig ist auch die Verwendung elektronisch ausgedruckter Quittungen. Elektronisch ausgedruckte Quittungen müssen vorgedruckten Quittungen inhaltlich entsprechen.

(3) Im übrigen muss die Quittung folgende Angaben enthalten:

  • Name und Betriebsanschrift der Unternehmerin oder des Unternehmers,
  • gezahlter Betrag
  • Umsatzsteueranteil, wenn vom Fahrgast gewünscht,
  • Datum der Beförderung,
  • die Unterschrift der Fahrerin oder des Fahrers,
  • Abfahrtspunkt und Fahrziel, es sei denn, der Fahrgast verzichtet auf diese Angaben.


Letzte Änderungen:

23.04.2016
22. Auflage des Straßenverzeichnisses Oldenburg und Umgebung erschienen

23.04.2016
Die aktuelle Taxiliste

15.02.2016
DER INNENSPIEGEL veröffentlicht Studie zu Mindestlohntaxitarifen

15.01.2016
Übersicht der Oldenburger Taxistände: Jetzt mit Direktanzeige in OSM

30.12.2015
Neue Straßen in OL:
Achtersteven, Alter Stadthafen, Am Palstek, Hilde-Domin-Straße, Hundsmühler Höhe, Rund Achtern


30.12.2015
Neue Straßen in Oldenburgs Umgebung:
Friedrichsfehn: Spiekerooger Straße
Neuenwege: Am Zuggraben und Im Tweel

Petersfehn: Fritz-Binder-Straße und Wilhelm-Beneker-Straße

Wahnbek: Am Autobahnkreuz

Wüsting: Beim Wall, Jakob-Backer-Weg und Lange Wisch





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