071101frauenmobil-flyer101.11.2007

Auftakt

Frauenmobil startet am Freitag

„Sicher durch die Nacht“ heißt das Motto des Frauenmobils der Stadt Oldenburg. Und so fällt am morgigen Freitag um 19.00 Uhr der Startschuss für das Nachttaxiprojekt, an dem sich (fast) alle Oldenburger Taxi- und Funkmietwagenunternehmen beteiligen.Gutschein Frauenmobil

Die bisherigen Frauenmobile waren bis zum Jahre 2002 jeweils von einem Funkmietwagen- oder einem Taxiunternehmen durchgeführt worden. In den Folgejahren wurden dann - trotz politischer Absichtserklärungen - hierfür keine finanziellen Mittel mehr im Oldenburger Finanzhaushalt bereit gestellt.
(dis)

Kommentar

Leistung kann sich lohnen

Eigentlich hat das Oldenburger Personenbeförderungsgewerbe recht wenig dazu beigetragen, dass es ab Freitag wieder ein Frauenmobil gibt. Es war der erklärte politische Wille über die Parteigrenzen hinweg und eine offensichtlich entspanntere, städtische Haushaltslage, die dafür gesorgt haben, dass den Taxi- und Mietwagenunternehmern dieses in der Durchführung bemerkenswerte Gemeinschaftsprojekt quasi in den Schoß fällt.

Man könnte auch sagen: Die Stadt Oldenburg leistet sich ein Frauenmobil - also einen Hauch von Luxus oder auch eine Art Statussymbol, denn so oft wird man Vergleichbares in Deutschland nicht finden.

Die Durchführung des Frauenmobils ist allerdings an Bedingungen für die beteiligten Unternehmen geknüpft. Und es stellt sich die Frage, ob die Oldenburger Taxi-und Mietwagenfahrer und deren Chefs hinreichend darauf vorbereitet sind, diese Regeln zu befolgen. Zumindest die vor vielen Jahren bereits mit einem Frauenmobil beauftragten Taxi- und Mietwagenunternehmen werden wissen, was auf sie zu kommt.

Doch wie steht es um die anderen Firmen, die in diesem Fall die große Masse an Fahrern stellen?

Sind diese Fahrer hinreichend darauf vorbereitet, dass sie beispielsweise bei der Ankunft am Fahrtziel solange warten müssen bis die Kundin im Haus angekommen ist? (Auch wenn mal viel zu tun ist und man als Fahrer hektisch befürchtet, irgendwo was zu verpassen...)

Haben die Taxi- und Mietwagenunternehmer für das von der Stadt Oldenburg geforderte „Beschwerdemanagement“ bereits praktikable Lösungen anzubieten? Oder bleibt dieser doch recht schwer zu fassende Begriff nur eine Worthülse, ein böhmisches Dorf, da man als Taxiunternehmer sowieso glaubt, sich mit Fahrgastbeschwerden gut auszukennen? (Mit Beschwerden schon, aber was ist mit dem Management ...)

In diesen Bereichen besteht also die große Herausforderung für das Oldenburger Personenbeförderungsgewerbe: Es muss von allen Beteiligten (Fahrer und Unternehmer) eine Dienstleistung erbracht werden, die über das normale, leider manchmal recht niedrige Niveau hinausgeht.

Nur dann kann das Frauenmobil für die Nutzerinnen, die Stadt Oldenburg, die Unternehmer und ganz besonders für die Fahrer zu einer Erfolgsstory werden - Fortsetzung erwünscht!
gl
 

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