Wer ist N.N. ?
Ein Drama in unendlich vielen Akten

Diesmal: Bericht über das 3.Oldenburger Verkehrsforum im PFL und die Folgen für das Taxigeschäft

Wer ist N.N.? Eine Frage, die die beim 3. Oldenburger Verkehrsforum anwesenden Taxifahrer bis zum bitteren Ende der Veranstaltung verfolgte. Aufgeworfen durch die Broschüre des Arbeitskreises Verkehrsplanung der Stadt Oldenburg. Auf der Rückseite sind nämlich die Ansprechpartner/innen des Arbeitskreises namentlich und mit Telefonnummer aufgeführt; u.a. auch die Interessengemeinschaft Oldenburger Taxiunternehmen. Diese allerdings mit dem Kürzel N.N. und ohne Telefonnummer.
Da nützte auch die wohlgemeinte Aufforderung der Umweltdezernentin Opphard zum Ende der Veranstaltung, jeder könne sich ja bei Fragen an die für ihn zuständigen Ansprechpartner des Arbeitskreises wenden, rein gar nichts.

Wer ist N.N.? Die Antwort darauf wird wohl leider für immer im Dunkeln bleiben.
Rabenschwarz sind allerdings die Aussichten für das örtliche Taxigeschäft, wenn die bei diesem Forum vorgestellten Zukunftsszenarien auch  nur annähernd so verwirklicht werden:
Es geht dabei hauptsächlich um die Komplettierung der Einbahnstraßen um den Wallring im Bereich des Theater- und des Heiligengeistwalls, und zwar vom Kasinoplatz in Richtung Lappankreuzung.
Und nun stelle sich jede/r Taxifahrer/in vor, er/sie wird am Stand Waffenplatz Richtung Eversten/Bloherfelde (oder sei es auch nur zur Ofener Straße) besetzt, und das  Linksabbiegen auf den Heiligengeistwall ist tabu ...
Der Weg würde zukünftig gezwungenermaßen über den Pferdemarkt führen, ohne wenn und aber. Natürlich könnten unsere potentiellen Fahrgäste zum Stand Marktplatz laufen, um von dort aus günstiger und eventuell schneller nach Hause zu gelangen, aber würden sie das auch im strömenden Regen tun?
Fakt ist, durch diese Einbahnstraßenregelung würden die Taxen  ihre wichtigsten Vorteile gegenüber dem restlichen ÖPNV verspielen. Na und, mag sich mancher Kollege dabei denken, was kann ich dafür, wenn die das so blöde planen? Dieser Kollege soll sich nun aber mal vorstellen, daß er vom Stand Waffenplatz zum EV gerufen wird ...
Den Pferdemarkt oder den Stand Ammerländer als Rufstände für das EV und das gesamte umliegende Viertel aufzuwerten, sollte man sowieso schleunigst vergessen. Denn bei dem vorgestellten Szenario wurde sehr deutlich, daß die umliegenden kleineren, zum Teil schlecht ausgebauten Nebenstraßen sehr stark belastet werden. Vom Pferdemarkt ganz zu schweigen, da von diesem durch den neuen ZOB sowieso in allen Verkehrsnachrichten zu hören sein wird. (Ganz nebenbei wird wohl noch unsere Nutzungsmöglichkeit der Busspur am Pferdemarkt wegfallen.)
Also: Permanente Vorweihnachtszeit - mit Schnee versteht sich.
Klar ist zumindest, daß das hiesige Taxigewerbe so bald keine Tariferhöhung braucht, die ergibt sich nämlich durch diese Streckenführung ganz  von selbst.

Was hat nun aber der geheimnisvolle Mister N.N. damit zu tun?
Im Gespräch mit Frau Opphard wurde sehr schnell deutlich, daß allen Beteiligten bei der Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans die Bedeutung der Taxen im Rahmen des ÖPNV durchaus bewußt sei, und daß die Mitarbeit eines Vertreters der Interessengemeinschaft Oldenburger Taxiunternehmen absolut notwendig ist. Allerdings sei lediglich zur ersten Sitzung 1998 ein Vertreter erschienen. Danach sei, trotz Einladung, niemand mehr gekommen.
Und wie sollen die Probleme des Taxigewerbes berücksichtigt werden, wenn man über dessen Bedenken nichts weiß?  Nicht umsonst hatte man für diesen Arbeitskreis ein so großes Spektrum an Mitarbeitern/innen eingeladen.

Wir alle kennen N.N !
N.N. ist der typische Vertreter für alle Funktionäre im Taxigewerbe. Ihn trifft man nicht nur bei unserem Bundeszentralverband für Personenbeförderung, nein, auch in Oldenburg ist er blind, taub und antriebsschwach. Alle x Jahre bewegt er sich einmal, um kurz und laut “Tariferhöhung” zu grunzen. Ein Lebenszeichen ohne Wert ...
(gl)
 

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