Magenprobleme und Nummernsalat

Eine kleine Satire mit Vorgeschichte

Irgend so ein schwarzes Schaf steuerte seinen Daimler elegant über den Marktplatz vorbei an all den wartenden 152, 64, 137, 46, 32, 133 ... Ihr kennt das. Zum Antares gings für beide, seinem Fahrgast darum, das vormals glückselig machende Gesöff schnellstmöglich zu entsorgen. Dann mal raus damit: “Uuuuäääähhh”. Gut, gut! Sabberfäden in der Fresse sehen zwar  scheiße aus, aber das tolle Licht der Straßenlaternen zauberte um so mehr eine wunderschöne Kotterlandschaft auf die böse Mietwagenarmatur, schön, schön. 
“Ääähh, das is ja eklich! Warum ham Se nich ´n Ton gesacht?”
“Ddassss kam ssso pplössslich, ausssmm nnnirgenwo qqquaasiii.”
“Auch noch komisch werden, wa? Die Sauerei kostet Sie dreihundert!”
Das Blöde war nur, daß Anders außer einem Haufen Plastik keine müde Mark in seiner Brietasche hatte. Der Fahrer kassierte darauf die Rolex des Schuldners, worüber Christian eine Quittung erhielt, die dieser verlor, damit ich ihn am nächsten Morgen nüchtern, aber verkatert in Zimmer 52 zunächst seine verfickte Uhr suchen, später erinnern lassen konnte, daß diese verpfändet war, und er im Suff wohl den Beleg darüber verloren haben mußte. Das ist dumm, viel Spaß mit der Auskunft!
“Deutsche Telekom, Platz 16, Guten Tag.”
“Anders hier. Ich bräuchte mal die Nummer der Taxizentrale in Oldenburg, am besten auch die der Mietwagen.”
“Oldenburg in Oldenburg?”
“Ja, in Oldenburg.”
“Einen Moment ... Hören Sie, ich habe hier mehrere Eintragungen unter Taxen und Mietwagen. Da gäbe es die 61061, 25025, 32032, 63063, 75075, 81111, 12121, 306bla bla bla ...”
“Äääh, Fräulein, es muß doch eine Nummer geben, unter der alle zu erreichen sind.”
“Nein, tut mir Leid!”
“So ein Pisskaff und tausend Nummern, nicht zu fassen ... “
(es)
 

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